Sprungziele

Erfolgreicher Abschluss Bauarbeiten Bahnhofstraße

Presseinformation

Presseinformation 31/2025

Herausforderungen und unvorhersehbaren Hindernissen zum Trotz:
Bauarbeiten zur hydraulischen Netzsanierung von Schmutz – und Regenwasserleitungen in der Neversfelder Straße und Teil der Bahnhofstraße erfolgreich abgeschlossen


Es ist geschafft:

Nach intensiven Arbeiten zu fast jeder Jahreszeit und einer herausfordernden Baumaßnahme können wir nun das baldige Ende dieser Maßnahme verkünden. Alle Beteiligten haben mit großer Einsatzbereitschaft und hervorragender Zusammenarbeit dazu beigetragen, dass dieses Projekt nun nach mehr als 2,5 Jahren abgeschlossen werden kann.

Wir sind froh, dass die mit den Arbeiten verbundenen Beeinträchtigungen nun bald der Vergangenheit angehören und der Alltag für alle Betroffenen wieder ungestört weitergehen kann. Ein besonderer Dank gilt allen Anwohner*innen, Schüler*innen, Verkehrsteilnehmenden und Beteiligten für ihre Geduld, ihr Verständnis und die engagierte Kooperation während dieser Zeit.

Zweieinhalb Jahre lang waren teils weitreichende Umleitungen und Verkehrsbeeinträchtigungen Malenter Alltag.

Besonders erfreulich ist, dass der Landesbetrieb Straßenbau Schleswig-Holstein (LBV.SH) die Gelegenheit genutzt hat, den Fahrbahnoberbau der Landesstraße L 174 außerhalb der Leitungsgräben mit zu erneuern. Aus der Landeshaushaltsituation im Juli 2024 heraus war dieses zunächst zurückgestellt worden.

Dank hartnäckiger Überzeugungsarbeit und mit Unterstützung der Landtagsabgeordneten Wiebke Zweig wird nun eine neue, hochwertige Asphaltoberfläche langfristig für mehr Sicherheit und Fahrkomfort sorgen.

Bei dieser Baumaßnahme arbeiteten mehrere Versorger erfolgreich zusammen, um die bestmögliche Lösung zu erzielen.

Auch die Gemeindewerke Malente und die Schleswig-Holstein Netz AG nutzten die Gunst der Stunde, ihre Trinkwasser- bzw. Gasleitung in Teilen zu erneuern.

Dies erforderte eine enge Kooperation aller Beteiligten. Dank eines effizienten und gut abgestimmten Vorgehens konnte der 1. Bauabschnitt in der Neversfelder Straße bereits im August 2024 und der 2. BA. im Feb. 2025 für den Verkehr wieder freigegeben werden. Der nun letzte Bauabschnitt in der Bahnhofstraße wird bis Juli 2025 beendet sein.

Warum dauerte diese Baustelle zweieinhalb Jahre?

Die Sanierung und Erneuerung von Kanalnetzen sind essenziell für die Infrastruktur. Trotz sorgfältiger Planung und moderner Untersuchungsmethoden stieß das Bauunternehmen immer wieder auf unvorhersehbare Herausforderungen. Dazu zählte unter anderem eine plötzliche, unerwartet hohe Grundwasserführung, die Maßnahmen zur Grundwasserabsenkung erforderlich machte. Pegelständen an Messstellen mussten in regelmäßigen Abständen kontrolliert und an die Wasserbehörde übermittelt werden. Diese Grundwasserfracht wurde im Laufe der Bauarbeiten als schadstoffbelastet deklariert und musste einer engmaschigen Schadstoffkontrolle unterzogen und durch spezielle Aktivkohlefilter gereinigt werden.

Dies war nicht nur kostenintensiv, sondern hat auch zu Verzögerungen geführt, weil die Beschaffung solcher Filteranlagen als Schwertransporte auch eine logistische Herausforderung darstellte und die Genehmigungsverfahren Zeit brauchten.

Im Weiteren stellten unerwartete Fels- oder Findlingsvorkommnisse im Bereich des Bahnübergangs Neversfelder Straße eine massive Herausforderung dar. Zwei sehr zeitraubende große und tiefe Baugruben wurden erforderlich, die statisch berechnet, bemessen und durch einen aufwendigen Baugrubenverbau als Trägerbohlwand hergestellt werden mussten. Erst in einer Tiefe von knapp 12,0 m Tiefe konnte gequert werden.

Aber auch der Altleitungsbestand erschwerte die Bauarbeiten, denn ohne genaue Kenntnis des Leitungsverlaufs bestand die Gefahr, dass die Leitungen bei den Bauarbeiten beschädigt werden. Zur Bestimmung des tatsächlichen Leitungsverlaufs wurden vor Beginn der Arbeiten Suchschächte oder Handschachtungen durchgeführt. Dabei mussten auch Bestandsleitungen umgangen oder verlegt werden, was die ursprüngliche Bauplanung erheblich veränderte.

Und nicht zuletzt sind lange Lieferzeiten zu nennen. Spezialbauteile wie Manschetten, um „altes mit neuem“ Material oder kleinere mit größeren Rohrquerschnitten verbinden zu können, sind einfach keine Lagerware, sondern Sonderanfertigungen.

Insgesamt zieht die Gemeinde Malente ein positives Fazit.

Gemeinsam mit allen am Bau Beteiligten wurde eine der verkehrlichen Hauptader der Gemeinde Malente nachhaltig verbessert. Jeder Versorger oder Baulastträger hat dabei Mehrkosten in Kauf genommen, um langfristig für Sicherheit und Komfort zu sorgen.

Dafür sagt die Gemeinde Malente herzlichen Dank!

gez.
H. Godow
Bürgermeister

Nachricht teilen