24.10.2017

Aufbruchstimmung beim zweiten Malente 2030-Forum

 

    undefined

    undefined

Foto @ Bernd Schröder, Ostholsteiner Anzeiger

 

Malente als attraktiver Lebens- und Tourismusort, wo Besucher von einem vielfältigen, belebten Bahnhof begrüßt werden. Ein regionaler Schulcampus und eine gesundheitliche Hochschule. Digitale Wirtschaft und modernste Verkehrsmittel, Freizeitangebote für Jung und Alt und ein begrüntes Intermar - das ist die Vision, die von engagierten Bürgern und Experten für Malentes Zukunft entworfen und den Gästen des zweiten Malente 2030-Forums von Bürgermeisterin Tanja Rönck mit auf den Weg gegeben wurde.

Am 11. Oktober informierten sich im Kursaal rund 40 Besucher, was im Prozess Unser Malente 2030 im vergangenen Jahr alles erreicht wurde. Zunächst begrüßten Bürgermeisterin Tanja Rönck und Stadtplaner Stephan Kathke von EBP Deutschland aus Berlin herzlich die Teilnehmer, bevor Projektkoordinatorin Birgit Boller von Ihrem ganz persönlichen Eindruck eines so aufwändigen Prozesses berichtete. Im Interview mit ExWoSt-Forschungsleiter Prof. Peter Dehne von der Fachhochschule Neubrandenburg stellte sich heraus, dass Malente unter den Kleinstädten ganz vorne mit dabei ist. Dass die Akteure vor Ort in kurzer Zeit so viel geschafft haben, können nur wenige, auch deutlich größere, Städte von sich sagen.

Einen Eindruck der Ergebnisse von Jugendbeteiligung, Szenariowerkstätten, Arbeitsgruppen und dem gesamten bisherigen Prozess vermittelte dann Stephan Kathke mit einem kurzen Umriss der Ziele und vielfältigen Leitprojekte. Einige Ideen sind schon in der Umsetzung; z.B. wurde bereits die Malente Tourismus- und Service-GmbH -MaTS!- gegründet; die Malenter Sportvereine stehen kurz davor, ihre Ressourcen zu bündeln; außerdem wurden ein What’s App-Jugendrat und die „ETNELAM" Rollenspiel-Gruppe ins Leben gerufen und schon einige Jugend-Events wie ein „Battle of the Bands" veranstaltet.

Doch es ging auch um Zukunftsprojekte. Die Maßnahmen, die im Mittelpunkt des kommenden Prozesses stehen, sind die Aufwertung unserer Kernstadt und unseres Bahnhofs, um die Versorgung und verkehrliche Anbindung unserer Einwohner zu verbessern und unser größtes Pfund, den Tourismus, zu stärken. Die Bedeutung des Bahnhofs war laut Prof. Dehne zum einen für die Bürger besonders wichtig, doch auch er selbst und Stephan Kathke betonten dessen zentrale Rolle in Malentes Entwicklung immer wieder. Wichtig ist zudem, dass für diese Maßnahmen nun vertiefte Konzepte gemacht werden, die wiederum gemeinsam mit den Bürgern und Akteuren entwickelt werden.

Die mittlerweile 150 Ideen wurden zu zwölf Leitprojekten zusammengefasst, die in den drei Arbeitsgruppen „Lebensort", „Wirtschaftsort" und „Erholungsort", die sich aus engagierten Bürgern zusammensetzen, regelmäßig weiterentwickelt werden.

Als anschließend die Sprecher der Arbeitsgruppen von ihrer Einschätzung des Prozesses erzählten, wurde die Aufbruchstimmung deutlich. Man rede endlich miteinander – und glaube daran, dass sich jetzt etwas tun wird. „Es wird irgendwie gelingen", sagte Michael Kühn, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung Malente, zuversichtlich. Wichtig, so mahnt aber Lutz Mathesdorf vom CJD, sei es dabei auch, die Jugend weiter einzubinden: „2030 – das ist deren Zeit!"

undefined 

Foto @ Bernd Schröder, Ostholsteiner Anzeiger

 

Wie geht der Prozess jetzt weiter? Als nächstes soll die Beteiligung der Engagierten gesichert werden, indem sie im Malente-2030-Rat vertreten werden, der den Prozess begleiten soll. Es sollen im Rathaus zusätzliche Stellen für Fachplaner geschaffen werden, die die Verwaltung im Prozess unterstützen. Und ab Januar 2018 geht es dann richtig los: Es sollen Konzepte für die Entwicklung von Ortskern, Bahnhof und Einzelhandel in Auftrag gegeben werden. Und wenn sich weiter so viele Malenter einbringen, können wir vielleicht schon im Frühjahr 2019 mit dem Bauen anfangen.

Wer nach all diesen Informationen den Überblick verloren hatte, dem wurde die Zukunftsvision zum Abschluss von Bürgermeisterin Tanja Rönck mit der Geschichte „Der Geist von Malente" nochmal greifbar gemacht. In den Gesprächen bei Sekt und Kartoffelsuppe inmitten der aufgebauten Ausstellung wurde deutlich: Wenn jetzt alle mit anpacken, lässt sich einiges bewegen in Malente …

… und erst recht, wenn sich die Signale von der Kieler Förde bestätigen, dass das Land Schleswig-Holstein unsere Entwicklung im Rahmen der Städtebauförderung mit einigen Millionen Euro unterstützen will.

Die Geschichte „Der Geist von Malente 2030" können Sie ggf. schon bald als mehrteilige Geschichte im Ostholsteiner Anzeiger lesen.

Wenn Sie noch Ideen oder Anregungen zu den am 11. Oktober 2017 vorgestellten Ergebnissen oder insgesamt zum Prozess „Unser Malente 2030" haben, freuen wir uns noch bis zum 12. November über Ihre Nachricht an die E-Mail-Adresse unserMalente2030@gemeinde-malente.landsh.de .

 

Dokumentation 2. Malente 2030 Forum

Projektliste Erholungsort Malente

Projektliste Lebensort Malente

Projektliste Wirtschaftsort Malente

Unsere Ziele unsere Projekte