18.11.2016

IGEK-Start geglückt – „Geist von Malente“ wiederbelebt

Ungewissheit herrschte bei den Verantwortlichen im Vorfeld der Start-Veranstaltung für das integrierte Gemeindeentwicklungskonzept „Unser Malente 2030“. Als sich dann aber am 12. Oktober 2016 gegen 17:00 Uhr knapp 100 Malenterinnen und Malenter im Kursaal einfanden, um über die Zukunft ihrer Gemeinde zu diskutieren, wurden die Erwartungen bei weitem übertroffen.

Zur Einführung in das Programm zeigte sich die Bürgermeisterin Tanja Rönck sichtlich gerührt von der Anteilnahme und erklärte das IGEK zur Chef(innen)sache, da es ihr „sehr am Herzen liege“. Doch sie motivierte die Bürger auch dazu „sich mit einzubringen, denn nur gemeinsam kann die die Gemeinde Malente erfolgreich sein“. Auch die Projektkoordinatorin Frau Birgit Boller und das Planungsbüro Ernst + Basler und Partner machte den Einwohnern Mut den Prozess aktiv mitzugestalten. Ein weiterer Schwerpunkt des Abends bestand in der Vorstellung verschiedenster Malenter Wahrnehmungen zu den Themenbereichen „Lebensort Malente“, „Erholungsort  Malente“ und „Wirtschaftsort Malente“. Zum Lebensort Malente berichtete der 2. Vorsitzende des Ortsvereins der AWO, Herr Bernhard Kardell und die Leiterin des AWO-Kinderhauses Frau Annett Klöfkorn-Papke. Zum Thema Erholungsort äußerten sich Frau Kathrin Dehn-Schumacher vom Ferienhof Radlandsichten und Vorsitzende des LandFrauen Verein Malente e.V. sowie Frau Anja Kasch vom Landgasthof Kasch und stellv. Ortsvorsitzenden im DEHOGA e.V. Aus wirtschaftlicher Perspektive erzählten außerdem Herr Michael Kühn von der Wirtschaftsvereinigung Malente e.V.  sowie Herr Wolfgang Schumacher Managing Director der Firma Kendrion Kuhnke Automation GmbH ihre Malenter Wahrnehmungen.

René Dittrich aus dem Team der Jugendorganisation berichtete kurz über den Verlauf des JugendBarCamps im September; dazu konnten sich die Anwesenden einen Eindruck durch den Film von Christopher Riches verschaffen.

Angeregt durch die Beiträge fanden sich anschließend die Bürgerinnen und Bürger in Arbeitsgruppen zusammen, um zu den jeweiligen Themengebieten, ihre Sicht der Dinge zu schildern. Dabei konnten auf grünen und roten Zettel jeweils Chancen und Risiken geäußert werden, wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt wurden. Dies spiegelte sich auch in den Ergebnissen wieder. Auf den mehrheitlichen grünen Zetteln reichten die Vorschläge von einfachen Verbesserungsmöglichkeiten bis hin zu konkreten Projektideen. Im weiteren Prozessverlauf werden die Hinweise nun ausgewertet und in den Februar 2017 stattfindenden Themen-Arbeitsgruppen vertiefend diskutiert, damit sie schließlich in das Konzept mit einfließen können.

Angeführt von Frau Rönck folgte zum Abschluss des Abends der gemeinsame Gang in die Liegehalle, um die Ausstellung des Fotowettbewerbs „Malenter Perspektiven“ zu eröffnen und die besten Fotografien zu prämieren. Der Gewinner des Hauptpreises konnte sich dabei über eine neue Digital-Kamera freuen. Aufgrund der zahlreichen Einsendungen von jungen Malenterinnen und Malentern wurde außerdem noch ein Jugendpreis übergeben. Die Gewinnerin dieses Preises war die einzige die zu ihren Bildern auch Kommentare schrieb, wie sie sich Malente im Jahr 2030 vorstellt. Dazu äußerte sie den Wunsch „dass alle, ob jung ob alt zusammenhalten und brachte mit dem Bildtitel „Gemeinsam sind wir stark“ deutlich zum Ausdruck:“nur so hat Malente eine tolle Zukunft.“