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Städtebauförderung Zentrum Malente

 

Städtebauförderungsprogramm

"Aktive Stadt- und Ortsteilzentren – Zentrum Malente"

Historie / Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm, Programmjahr 2017

 

Bad Malente-Gremsmühlen, den 30. Januar 2018

 

Im Jahr 2015 ist in der Gemeinde Malente der Zukunftsprozess Unser Malente 2030 gestartet. Dieser besteht aus zwei parallel laufenden und inhaltlich verzahnten Prozessen, dem Forschungsfeld des experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt.) „Potenziale von Kleinstädten in peripheren Lagen" und der Erstellung eines integrierten Gemeindeentwicklungskonzeptes (IGEK). Ziel des von EBP Deutschland GmbH extern unterstützten Gesamtprozesses ist es, unter möglichst breiter Beteiligung eine tragfähige Zukunftsstrategie mit konkreten Zielen und Projekten zu entwickeln und umzusetzen.

Bisher fehlte es in Malente an strategischen Analysen und Grundlagen, einem geeigneten Prozess sowie einer Plattform für die Gemeindeentwicklung. Bis auf die Erstellung bzw. Fortschreibung des Flächennutzungsplanes fehlten bislang Planungsaussagen zur Gesamtentwicklung. Fragen und Projekte der Zentrums- bzw. Gemeindeentwicklung wurden überwiegend projekt- bzw. raumbezogen diskutiert, beschlossen und umgesetzt. Mit dem Prozess Unser Malente 2030 hat sich die Gemeinde dahingehend für einen umfassenden und integrierten Orientierungsrahmen entschieden.

Vor allem der Innenstadtbereich entlang der Achse der Bahnhofstraße zwischen Diek- und Kellersee bildet mit seinen Wohn-, Arbeits-, und Freizeitfunktionen den zentralen Versorgungsbereich und Lebensmittelpunkt für die Gemeinde und das Umland. Entlang der Bahnhofstraße befinden sich u. a. mit Bahnhof, Kurpark, Rathaus und Lenter Platz ein Großteil der stadtprägenden Gebäude und öffentlichen Räume. Weitere wichtige Versorgungseinrichtungen für den täglichen Gebrauch sind ebenfalls in diesem Bereich verortet. Aufgrund des demografischen, wirtschaftlichen und technischen Wandels ist inzwischen aber auch das Zentrum Malentes vielfach durch Funktionsverluste und Defizite geprägt.

Der im laufenden Zukunftsprozess festgestellte erhebliche städtebauliche Aufwertungsbedarf, vor allem im Zentralbereich der Gemeinde, führte zu der Erkenntnis, das Ortszentrum funktional und gestalterisch aufzuwerten. Ziel ist es, die Gemeinde Malente als Standort für Wirtschaft, Kultur sowie als Ort zum Wohnen, Arbeiten und Leben für die Bürgerinnen/Bürger, Gäste und Neu-MalenterInnen zu stabilisieren und wieder attraktiver zu machen.

Für die Umsetzung von solchen Erhaltungs- und Entwicklungsmaßnahmen kamen dabei insbesondere Städtebaufördermittel in Betracht. Durch vielfältige Berichterstattungen über die , auch auf Bundesebene, ist das Land Schleswig-Holstein auch auf die Gemeinde Malente aufmerksam geworden und hat diese – nach 20 Jahren vergeblichen Bemühens – für eine mögliche Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" identifiziert. Mit Schreiben vom 05.05.2017 wurde die Gemeinde vom Referat Städtebauförderung im Innenministerium zunächst aufgefordert, ihr mögliches Interesse für die Aufnahme in dieses Städtebauförderprogramm zu bekunden.

Diese Aufforderung durch das Innenministerium kam gerade recht, um in Zeiten „knapper" Malenter Kassen mit Städtebauförderungsmitteln, die zu je einem Drittel von Bund, Land und Förderkommune getragen werden, die Umsetzung von unter breiter Beteiligung erarbeiteten Zukunftsprojekten im Zentrum realisieren zu können. Die Maßnahmen, die im Mittelpunkt des kommenden Prozesses stehen, sind die Aufwertung unseres Zentrums und des Bahnhofs inkl. Vorplatz, um die Versorgung und verkehrliche Anbindung unserer EinwohnerInnen zu verbessern und um unser größtes Pfund, den Tourismus, zu stärken.

Das Ausschreibungsverfahren wurde in 2 Stufen durchgeführt. Im ersten Schritt waren die interessierten Kommunen aufgefordert, ihr Interesse zu bekunden. Dies hat die Gemeinde Malente dann am 01.06.2017 mit einer Zustandsbeschreibung des Ortszentrums für das Programmjahr 2017 getan. Nach einem Ortstermin am 08.06.2017 durch die Leitung des Städtebaureferates des Innenministeriums, hat die Gemeinde dann am 23.06.2017 vom Innenministerium das langersehnte „Go" zum zweiten Schritt, die Berechtigung zur sofortigen, konkreten Antragstellung für dieses Städtebauförderungsprogramm erhalten. Mit Datum vom 18.07.2017 (nach Beschlussfassung der Gemeindevertretung am 27.06.2018) wurde der Erstantrag zur Aufnahme gestellt; die Bewilligung und Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm wurde der Gemeinde mit Schreiben des Innenministeriums vom 25.10.2017 zugestellt. Für die Durchführung der ersten (vorgeschriebenen) Planungen erhielt die Gemeinde dann mit Datum vom 30.11.2017 von der zuständigen Förderbank des Landes, der Investitionsbank SH, per Zuwendungsbescheid erste Fördermittel aus dem Programmjahr 2017 bewilligt.

Erforderliche Beschlüsse zum Einleitungsbeschluss der vorbereitenden Untersuchung und die Abgrenzung der Gebietskulisse wurden bereits in der Planungsausschuss-Sitzung am 02.11.2017 durchgesprochen und eingeholt. In der Sitzung der Gemeindevertretung am 14.12.2017 folgte dann die Beschlussfassung für die vorbereitenden Planungen, nämlich der Beschluss über den Beginn der „Vorbereitenden Untersuchung (VU) mit integriertem städtebaulichen Entwicklungskonzept (IEK)". Die Verwaltung wurde durch Beschluss beauftragt, die mit der vorbereitenden Untersuchung "Zentrum Malente" einhergehenden externen Gutachten (Erstellung/Fortschreibung Einzelhandelskonzept, Ver-kehrsentwicklungskonzept) im Rahmen der bewilligten Städtebaufördermittel zu beauftragen. Diese Vorplanungen sind gemäß Baugesetzbuch (BauGB), §§ 136 ff., vorgeschrieben.

Satzungsgemäß (§ 18 Abs. 4 der Hauptsatzung) wurde der Einleitungsbeschluss der vorbereitenden Untersuchung gemäß § 141 BauGB mit der Gebietsabgrenzung des Untersuchungsgebietes ortsüblich am 03.01.2018 im Ostholsteiner Anzeiger amtlich bekannt gemacht.

 

gez. Tanja Rönck

Als Ansprechpartnerin steht Ihnen die Projektkoordinatorin der Gemeinde Malene Zukunftsprozess Unser Malente 2030, Frau Birgit Boller, Tel. 04523 9920-22, zur Verfügung.

Einleitungsbeschluss und Gebietsabgrenzung