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Vorlage - 9/0183-01-01-01-01  

Betreff: Städtebauförderprogramm Sozialer Zusammenhalt
Umbau und Qualifizierung Bahnhof zu Mobilitätsdrehscheibe Malente - Maßnahme 22 im städtebaulichen Entwicklungskonzept (VU/IEK)
Konstitutiver Beschluss der Vorzugsvariante M2a des Verkehrsentwicklungskonzepts vom 17.05.2021
Status:öffentlich  
  Bezüglich:
2019/0183-01-01-01
Federführend:Stabsstelle Gemeindeentwicklung Beteiligt:Bürgermeister/in
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bau-, Wege-, Umwelt- und Wirtschaftsförderungsangelegenheiten Entscheidung
29.09.2022 
Sitzung des Ausschusses für Bau-, Wege-, Umwelt- und Wirtschaftsförderungsangelegenheiten geändert beschlossen   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Anlage/n
Anlagen:
Anlage 1 Darstellung Vorzugsvariante_M2a_1_1000  

Sachbericht

Unter der Maßnahmenbeschreibung (Nr. 22) „Umbau und Qualifizierung Bahnhof zu Mobilitätsdrehscheibe Malente“ im beschlossenen und anerkannten städtebaulichen Entwicklungskonzept (VU/IEK) wurde festgestellt, dass sich die Gesamtsituation des leerstehenden und ortsbildprägenden Malenter Bahnhofs als städtebaulicher Missstand darstellt und ein ungeordnetes und negatives Erscheinungsbild am zentralen Ankunftsort des Kurbads erzeugt. Deshalb sollen der Bahnhof und sein Umfeld zu einer zeitgemäßen Mobilitätsdrehscheibe im Malenter Zentrum umgebaut werden und einen attraktiven Ort des Ankommens und Weiterkommens darstellen.

 

In der Zusammenfassung der Variante M2a als Vorzugsvariante im Verkehrsentwicklungskonzept (VEK), welches durch den Planungsausschuss am 09.06.2021 als roter Faden für die nftigen Planungen anerkannt wurde, ist ausgeführt, dass prinzipiell die Varianten M2 und M3 die Grundlage für die Weiterentwicklung zur Vorzugsvariante für die Bahnhofsumfeld Gestaltung darstellen (vgl. Punkt 3.3.4 im Teil A des Erläuterungsberichts).

Das Verkehrskonzept finden Sie unter dem Link: https://unser-malente-2030.de/ im Download-Bereich.

Da für das Empfangsgebäude von dem bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung des Verkehrsentwicklungskonzeptes vorliegenden Nutzungskonzept, von der Bestandskubatur ausgegangen wird (vgl. Punkt 3.3.5 im Teil A des Erläuterungsberichts), baut die Weiterentwicklung auf Variante M2 auf, wobei bezüglich des Fahrrad- und motorisierten Verkehrs bei Variante M2a als Vorzugsvariante leichte Korrekturen und Konkretisierungen vorgenommen wurden.

 

Die Darstellung der Vorzugsvariante M2a sieht demnach wie folgt aus:

(siehe hierzu auch Anlage 1: Darstellung Vorzugsvariante M2a, Maßstab 1:1.000)

  • Verkehrsführung: Die Busse werden im Zweirichtungsverkehr auf den Vorplatz geführt. Die betriebliche Flexibilität ist gegeben, da ein Umfahren des Platzes entgegen des Uhrzeigersinns möglich ist. Die Taxi-Stellplätze befinden sich in räumlicher Nähe zum nördlichen Zugang zur Unterführung. Auf der Südseite befinden sich je eine Haltestelle für Fernbusse bzw. Schienenersatzverkehr sowie für abgestellte Linienbusse (Pausenplätze).
  • Personenunterführung: Die nördliche Zugangstreppe bleibt in ihrer Lage unverändert. Die südliche Treppe knickt hingegen in Richtung Bahnsteig ab, woraus sich mehr Flexibilität für die Verkehrsverknüpfung ergibt. Beide Treppen werden überdacht.
  • Fahrradabstellanlagen: Auf beiden Bahnhofsseiten werden großzügige, fahrgastfreundliche Bike+Ride-Anlagen mit frei zugänglichen und geschützten Stellplätzen (Sammelschließanlage) vorgesehen.
  • Konkretisierung Variante M2a bzgl. Fahrrad- und motorisiertem Verkehr:                            a) Nordseite: ein Grundmodul der Bike+Ride-Anlage der NAH.SH (6,0 x 6,0 m²) als Sammelschließanlage sowie ein Grundmodul und ein schmales Element (3,0 x 6,0 m²) als frei zugänglicher Anlagenteil.                                                               

b) Südseite: zusätzlich nicht überdachte Fahrradabstellplätze und Stellplätze für Bike-Sharing. Funktionale Zuordnung der OKW-Stellplätze und Ausweisung von Sonderstellplätzen (Car-Sharing etc.). Berücksichtigung von Motorradstellplätzen und weitere alternative Mobilitätsangebote (z. B. Roller als Sharing-Angebot).

 

Diese Änderungen gehen mit den folgenden vier Punkten aus der Maßnahmenbeschreibung im IEK überein:

  • Umgestaltung Bahnhofsvorplatz Nord mit optimierter Anbindung und Integration der Bushaltestelle und der Taxistände an die Bahnhofsstraße
  • Erneuerung und Aufwertung Bahnhofsplatz Süd sowie Neuordnung der Parkplatzflächen plus Bushaltepositionen und Wendehammer
  • Optimierung der Erreichbarkeit des Bahnhofsplatz Süd über die die funktionale und gestalterische Aufwertung der Fußgängerunterführung und deren Zuwegung
  • Städtebauliche Anbindung der Mobilitätsdrehscheibe an umliegende bauliche Strukturen und Fußverbindungen zu wichtigen Zielen (Dieksee, Krützen, Kurpark, Bahnhofstraße, Schwentine-Ufer)

 

Im IEK wurden die Kosten für die Maßnahme Nr. 22 „Umbau und Qualifizierung Bahnhof zu Mobilitätsdrehscheibe Malente“ auf 5.600.000 Euro geschätzt. Ein Großteil dieser Kosten bezieht sich allerdings auf fahrgastrelevante Umbauten sowie Ausbauten, inklusive deren Planungen im Bahnhofsgebäude und kann, wie von NAH.SH in Aussicht gestellt, durch diese mit bis zu 75 % gefördert (also rund 4.000.000 Euro) werden. Hinweis: ein Erwerb des Bahnhofsgebäudes durch die Gemeinde Malente scheiterte bisher an der nicht vorliegenden Verkaufsbereitschaft des aktuellen Eigentümers.

r den Umbau des Bahnhofsvorplatzes Nord und Süd sowie der Unterführung ist der Einsatz von Städtebaufördermitteln möglich. Der vorstehend entwickelte Beschlussvorschlag steht in keinem Zusammenhang mit der Finanzierung zum Erwerb bzw. Umbau des Bahnhofgebäudes. Der Grundsatzbeschluss über die Vorzugsvariante ist konstitutiv zu fassen und stell keine Beschlussfassung zur Ausführung der Erschließungsmaßnahme dar.  

 

r Rückfragen und weitere Ausführungen zur dargestellten Vorzugsvariante werden Herr Neumann von der Agentur BahnStadt GbR sowie Herr Kreutz und Herr Ohl von der BIG Städtebau GmbH in der Sitzung zur Verfügung stehen.


Lösung/Finanzielle Auswirkungen

Die spätere Ausführung auch dieser Erschließungsmaßnahme (Nr. 22) kann über Städtebaufördermittel erfolgen, an denen sich die Gemeinde Malente mit Eigenmitteln in Höhe von einem Drittel derrderfähigen Gesamtkosten beteiligen muss. Gemäß Zuwendungsbescheid (ZWB) der IB.SH vom 01.12.2020 hat das Ministerium die städtebauliche Gesamtmaßnahme „Zentrum“r die Haushaltsjahre 2020-2023 mit einem Gesamtbetrag von 2.028.000,00 € im Programmjahr 2020 aufgenommen. Die Bereitstellung der gemäß ZWB vorgegebenen gemeindlichen Eigenmittel zur Überführung auf das treuhänderische Sonderkonto Gemeinde Malente „Zentrum“ i. H. v. 676.000 € sind in den entsprechenden Haushaltsjahren 2020-2023 ausgewiesen (5.1.1.20-1211100) und erfolgt entsprechend der jeweils vorliegenden Haushaltsgenehmigungen.

Es handelt sich um eine

freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe (§ 2 I GO)

X

pflichtige Selbstverwaltungsaufgabe 2 II GO)

 

Aufgabe zur Erfüllung nach Weisung (§ 3 GO)

 

 

Gemeindeentwicklung

Dieses Projekt entspricht den Leitzielen und Vorgaben des Gemeindeentwicklungskonzeptes

Unser Malente 2030.

X

 

Ja

 

 

 

 

 

 

 

Nein

Begründung:

 

 

 

 

Städtebauförderung

(A)Die Maßnahme wird innerhalb des gem. § 142 BauGB förmlich festgelegten Sanierungsgebietes der städtebaulichen Gesamtmaßnahme "Zentrum" durchgeführt.

X

 

Ja

 

 

 

 

 

 

 

Nein

 

 

 

 

 

(B) Die Abwicklung der Maßnahme erfolgt (auch) unter Einsatz von Städtebaufördermitteln.

 

X

 

Ja

Sie ist im IEK der Maßnahme Nr.  22  zuzuordnen.

 

 

 

 

 

 

Nein

 

 

 

 

 

 


Die der Vorlage beigefügten Darstellung der Vorzugsvariante M2a Mobilitätsdrehscheibe Bahnhof aus dem Verkehrsentwicklungskonzept vom 17.05.2021 wird als Grundlage für die weitere Planung und Umsetzung der Maßnahme Umbau und Qualifizierung des Bahnhofs zur Mobilitätsdrehscheibe konstitutiv beschlossen.


- Anlagen -

Anlage 1 Darstellung Vorzugsvariante_M2a_1_1000

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 Anlage 1 Darstellung Vorzugsvariante_M2a_1_1000 (2594 KB)      
Stammbaum:
VO/20/2019/0183   Städtebauförderung "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren"- Gesamtmaßnahme Zentrum Gemeinde Malente Vorbereitende Untersuchung und Integriertes Entwicklungskonzept (VU/IEK)   Stabsstelle Gemeindeentwicklung   Mitteilungsvorlage
VO/20/2019/0183-01   Städtebauförderung: Beschluss des Integrierten Entwicklungskonzeptes (VU/IEK nach § 141 BauGB), Gesamtmaßnahme Zentrum Gemeinde Malente - Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren   Stabsstelle Gemeindeentwicklung   Beschlussvorlage öffentlich
20/2019/0183-01-01   Städtebauförderung: Beschluss des Integrierten Entwicklungskonzeptes (VU/IEK nach § 141 BauGB), Gesamtmaßnahme Zentrum Gemeinde Malente - Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren   Stabsstelle Gemeindeentwicklung   Beschlussvorlage öffentlich
2019/0183-01-01-01   Städtebauförderung: Beschluss des Verkehrsentwicklungskonzeptes für die Gesamtmaßnahme Zentrum Gemeinde Malente - Förderprogramm "Sozialer Zusammenhalt"   Stabsstelle Gemeindeentwicklung   Beschlussvorlage öffentlich
9/0183-01-01-01-01   Städtebauförderprogramm Sozialer Zusammenhalt Umbau und Qualifizierung Bahnhof zu Mobilitätsdrehscheibe Malente - Maßnahme 22 im städtebaulichen Entwicklungskonzept (VU/IEK) Konstitutiver Beschluss der Vorzugsvariante M2a des Verkehrsentwicklungskonzepts vom 17.05.2021   Stabsstelle Gemeindeentwicklung   Beschlussvorlage öffentlich