Bürgerinformationssystem der Gemeinde Malente


Vorlage - VO/20/2020/0307-01  

Betreff: Neubau Kindergarten
a) Anzahl/Größe
b) Bauart
Status:öffentlich  
Federführend:Bürgermeister/in   
Beratungsfolge:
Ausschuss für Bau-, Wege-, Umwelt- und Wirtschaftsförderungsangelegenheiten Entscheidung
04.06.2020 
Sitzung des Ausschusses für Bau-, Wege-, Umwelt- und Wirtschaftsförderungsangelegenheiten geändert beschlossen   

Sachverhalt
Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachbericht

In der Gemeinde Malente fehlt es an Plätzen für die Kinderbetreuung – U3 wie Ü3, aktuell jeweils rd. 30 Kinder. Die Gemeinde ist aufgefordert, hier Abhilfe zu schaffen.

Insoweit wurden folgende Beschlüsse gefasst (wichtig ist hier nur die Anzahl und die Bauart!):

-            Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend, Soziales und Sport am 06.08.2019:
Beschluss:
Es wird sich für die Schaffung von 50 Betreuungsplätzen in Form eines Neubaus in Modulbauweise ausgesprochen. Dieser soll auf dem gemeindeeigenen Seifensievers- Grundstück realisiert werden. Für den Fall, dass dies nicht realisierbar ist, wird die Gemeindevertretung ohne eine weitere Sitzung des Ausschusses für Schule, Jugend, Soziales und Sport die Entscheidung um den Standort treffen.
 

-            Sitzung der Gemeindevertretung vom 26.09.2019:
Eine kurze Diskussion ergibt, dass eine Erhöhung auf 70 Betreuungsplätze und die Beratung über die Örtlichkeit im Ausschuss für Bau-, Wege-, Umwelt- und Wirtschaftsförderungsangelegenheiten im Beschluss berücksichtigt werden soll. Der nachstehende Beschluss ist dementsprechend angepasst.
Beschluss:
Es wird sich für die Schaffung von 70 Betreuungsplätze in Form eines Neubaus ausgesprochen. Die Standortfrage soll im nächsten Ausschuss für Bau-, Wege-, Umwelt- und Wirtschaftsförderungsangelegenheiten behandelt werden.
 

-            Sitzung des Ausschusses für Bau-, Wege-, Umwelt- und Wirtschaftsförderungsangelegenheiten am 12.11.2019
Es entsteht eine Diskussion über die aktuelle Beschlusslage und den Verweis der Gemeindevertretung in den Planungsausschuss hinsichtlich der Beschlussfassung über die Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen.
Sodann wird über die Art und Weise der baulichen Umsetzung eines Neubaus diskutiert. Es wird sich hier mehrheitlich für die Nr. 2 (Eigenbau) des Beschlussvorschlages ausgesprochen.
Beschluss:
Der Ausschuss empfiehlt der Gemeindevertretung den Bau eines neuen Kindergartens durch die Gemeinde selbst in modularer Stahlskelettbauweise auf dem Seifen-Sievers-Grundstück.

 

Entscheidung zur Trägerschaft

Beschluss der Gemeindevertretung vom 26.09.2019

1.  Es werden bis zum Kindergartenjahr 2020/21 70 neue Betreuungsplätze für die Gemeinde Malente geschaffen. Hiervon werden bis zu 30 Betreuungsplätze für den U3- und bis zu 40 neue Plätze für den Ü3-Bereich geschaffen.

 

2.  Das Betreuungsangebot soll auf Betreuungskernzeiten zwischen 8.00 Uhr – 16.00 Uhr sowie auf einen Frühdienst, der um 7.00 Uhr beginnt, sowie einen Spätdienst, der um 18.00 Uhr endet, erstrecken. Hierbei soll auf eine bedarfsgerechte und flexible Betreuungszeit geachtet werden.

 

3.  Die Verwaltung wird unter Berücksichtigung der zukünftigen „freien Kita-Wahl“ mit der Suche des wirtschaftlichsten und qualitativ hochwertigsten Trägers beauftragt. Zudem wird die Bürgermeisterin damit beauftragt, in die vertraglichen Verhandlungen mit dem zutreffenden Träger zu treten und dies für die Beschlussfassung vorzubereiten.

 

Nachjustierung der Anzahl und der Bauweise

 

Aktuelle Entwicklungen sowie die zu prognostizierenden Veränderungen in der Anzahl künftig zu betreuender Kinder bedingt eine Anpassung der Beschlüsse zur Anzahl der zu schaffenden Plätze und zur Art des Baus.

 

Zu a) – Anzahl/Größe

Wie bereits einleitend beschrieben, sind aktuell rd. 60 Kinder ohne einen KiGa/KiKri-Platz. Setzt man die Anzahl der Geburten in den letzten Jahren mit der Anzahl der geforderten Plätze in Relation, ist festzustellen, dass die Zahl der in Anspruch genommenen Plätze antiproportional zur Anzahl der Kinder angestiegen ist.
Prozentual nehmen also immer mehr Eltern den Anspruch auf eine Betreuung ihrer Kinder wahr. Es ist somit nur eine Frage der Zeit, wann die neue Einrichtung für 70 Kinder wieder an ihre Grenzen stößt (s. auch Erweiterungen Ev.-Luth. und AWO-KiTa, welche bereits bei Eröffnung nicht mehr ausreichend Plätze bieten konnten).

Für eine vermehrte Inanspruchnahme von Kinderbetreuungsplätzen in der Gemeinde spricht auch der Trend zum Zuzug junger Familien in den ländlichen Raum (Wohnungsdruck in den Metropolen). Ergänzend wird auf die aktuelle Prognose zur möglichen Steigerung der Geburtenrate durch COVID-19 hingewiesen.

Unter den v.g. Gesichtspunkten wird seitens der Verwaltung angeraten, die Planung des Neubaus auf zwei weitere Gruppen (jeweils 1 x U3 und Ü3) auszuweiten und entsprechende Räumlichkeiten nicht nur als „Schattenbau“ zu planen, sondern bereits als Bau auszuführen. Die Ausstattung kann aber zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Vorteile:

-            ein jetziger größerer Baukörper kommt günstiger als ein kleinerer Bau zuzüglich einem späteren Anbau und

-            die „Erweiterung“ kann flexibel und mit geringem zeitlichem Vorlauf vorgenommen werden.

-            Zudem kann in dieser „Übergangszeit“ angedacht werden, die Räumlichkeiten entsprechend dem Anspruch der Gemeinde an eine soziale und familiengerechte Ausrichtung temporär anders zu nutzen, z. B. soziale und Familienberatungen etc. Eine Anfrage vom Familienzentrum aus Eutin gäbe es bereits.

 

Zu b) - Bauart

Der Vorschlag der Verwaltung auf eine flexible und schnelle Bauart in „modularer Stahlskelettbauweise“, machte bei den bisherigen Überlegungen Sinn. Dies muss sich jedoch mit der Auswahl des wirtschaftlichsten und qualitativ hochwertigsten Trägers in Einklang bringen lassen.
Die Verwaltung hat sich für einen Träger entschieden, der im Sozialausschuss am 27.05.2020 vorgestellt wird. Dieser Träger fährt jedoch ein besonderes Konzept, so dass aktuell bei Anlegung dieser Vorlage noch nicht eruiert werden kann, ob dies mit der beschlossenen „modularen Stahlskelettbauweise“ umsetzbar ist.

Insoweit ist es angebracht, den Beschluss dahingehend zu ergänzen, dass von der modularen Stahlskelettbauweise abgewichen werden kann, wenn dies baulich nicht im Einklang mit dem Konzept des Betreibers abgebildet werden kann.

 

Fazit Personalkosten:
Mit dem KiTaG werden der Betreuungsschlüssel und die Stundenzahl des Personals festgelegt (SQKM). Da auch die Eingruppierung mit dem TV SuE festgelegt ist, ist die Kostenseite des Trägers für alle Träger im Personalbereich relativ identisch und kann keine ausschlaggebende Komponente in Sachen „Gesamtkosten“ sein.
 

Baukosten, Unterhaltung:
Der Baukörper ist im Minimum den Vorgaben der Referenzkita anzupassen, um den vollen Kostenanteil von Seiten des Landes erhalten zu können.
Gleichzeitig sollte auf einen Baukörper geachtet werden, welcher möglichst geringe Betriebskosten verursacht.

 

Wirtschaftlichkeit:
Ein nur an den Maßgaben des Notwendigen angepasster Baukörper/angepasstes Konzept kann wirtschaftlich erscheinen, muss aber den Ansprüchen an die Nachhaltigkeit genügen. Hier ist u. a. die Hochwertigkeit/Qualität des Angebotes entscheidend, um auch in Zeiten einer freien KiTa-Wahl eine Auslastung zu erzielen.

 

Die Wertigkeit des Konzeptes/des Trägers, die Art und Weise, 

 

-            wie es/er sich in die derzeitige KiTa-Landschaft einpasst,

-            welche geeignet ist, Bedürfnisse auch außerhalb von „ich benötige einen Platz, egal was uns wo“ zu befriedigen ist und

-            welche idealerweise auch noch zu einem Webeeffekt für die Gemeinde beiträgt,

 

sind in Zeiten von Normierungen nach SQKM die entscheidenden Faktoren für die Auswahl des Betreibers.

 

 

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Gemeindeentwicklung

 

Dieses Projekt entspricht den Leitzielen und Vorgaben des Gemeindeentwicklungskonzeptes

Unser Malente 2030.

 

x

 

Ja

 

 

 

 

 

 

 

Nein

Begründung:

 

 

 

 

 

 

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Zu a)

Der Neubau wird für rd. 110 Kinder geplant und gebaut, wovon ein Teil für 70 Kinder bezugsfertig erstellt wird. Die weiteren Räumlichkeiten sind nur soweit herzustellen, als das sie nutzbar sind.

 

Zu b)

Der Beschluss wird dahingehend ergänzt, dass von der modularen Stahlskelettbauweise abgewichen werden kann, wenn dies baulich nicht im Einklang mit dem Konzept des Betreibers abgebildet werden kann.

 

 

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