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Auszug - Bericht der Verwaltung  

Sitzung des Hauptausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Hauptausschuss Beschlussart: (offen)
Datum: Di, 20.03.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 18:00 - 20:33 Anlass: Sitzung
Raum: Haus des Kurgastes - Klönzimmer
Ort: Bahnhofstraße 4a, 23714 Bad Malente-Gremsmühlen
 
Wortprotokoll

BM Rönck trägt wie folgt vor:

 

Sachstand Städtebaurderung

Die Maßnahmen der Vorbereitenden Untersuchung des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (VU/IEK) sowie eines Einzelhandels- und Verkehrsentwicklungskonzeptes wurden zur Aufnahme in den Maßnahmenplan und der Bitte um Zustimmung am 26.02.2018 beim Innenministerium eingereicht.

Die Bewilligung für drei Maßnahmen ist am 19.03.2018 bei der Verwaltung eingegangen. Das Verkehrsentwicklungskonzept wurde als „offen“ gekennzeichnet, da die Entwicklung der Verkehrsflächen und deren Führung zunächst unter inhaltlichen Gesichtspunkten im Rahmen der VU/IEK zu behandeln sind. Danach kann ggf. ein verkehrsplanerisches als auch ein städtebaulich freiraumplanerisches Konzept erforderlich sein.

 

Mit Datum vom 19.03.2018 wurden vier Gutachter-Büros im Rahmen einer Preisumfrage angeschrieben und um Abgabe eines Angebotes für die Durchführung der VU/IEK gebeten. Die Frist zur Abgabe läuft bis zum 30.04.2018. Eine Auftragsvergabe wird bis zum 16.05.2018 angestrebt.

 

Der diesjährige bundesweite Tag der Städtebauförderung findet am 05.05.2018 statt. Das Thema lautet Informieren Diskutieren Mitmachen. Die Gemeinde wird daher an diesem Tag einen Informationsstand in der Liegehalle des Kurparks vorhalten. Nähere Informationen zur Agenda folgen in Kürze.

 

Aufruf zur Interessenbekundung für ein Leitprojekt der Metropolregion Hamburg

Zukünftiges Leitprojekt „Wohnen in der Metropolregion Hamburg bedarfsgerecht, zukunftsfähig, gemeinsam gestalten“

 

Durch einen Aufruf der Facharbeitsgruppe „Siedlungsentwicklung“ der Metropolregion, ist die Verwaltung darauf aufmerksam geworden, dass für ein dreijähriges Leitprojekt Modellkommunen gesucht werden, die daran mitwirken möchten, kooperative konkrete Strategien zur bedarfsgerechten Wohnraumentwicklung in der Metropolregion Hamburg zu erarbeiten.

 

Von einer Modellkommune wird erwartet, dass neben der Erarbeitung von konkreten Strategien zur bedarfsgerechten Wohnraumentwicklung auch Handlungsansätze zu deren Umsetzung entwickelt werden. Weiterhin ist die Bereitschaft aufzubringen, am regionalen Erfahrungsaustausch mitzuwirken und Handlungsempfehlungen für eine Übertragung der Ansätze in die Metropolregion Hamburg zu sammeln und zu entwickeln. Die Metropolregion HH unterstützt durch eine erhöhte Förderquote von bis zu 80% dann Maßnahmen innerhalb von Leitprojekten, die gemeinsam erarbeitet wurden und denen regional relevante Erkenntnisse und Produkte zu Grunde liegen.

 

Da das Thema Wohn- und Regionalmarketing sowohl in der Entwicklungsstrategie der Gemeinde Malente als auch der Aktivregion Schwentine-Holsteinische Schweiz eine wichtige Rolle spielt, speziell um Nachfrager bzw. Zuzügler auf der Achse Kiel beck, aber auch bis nach Hamburg zu erreichen, sollte aus Sicht der Verwaltung an solch einem Leitprojekt teilgenommen werden.

 

Daher gab es dazu einen ersten Gedankenaustausch mit dem Regionalmanager der AktivRegion Schwentine-Holsteinische Schweiz, Herrn Möller, sowie Vertretern der Stadt- und Gemeindeverwaltung aus Eutin und Malente. Gemeinsam wurde festgestellt, dass bei der regionalen Wohnungsmarktsteuerung im ländlichen Raum der Holsteinischen Schweiz die Sicht des räumlichen Ansatzes zunächst mit engem Fokus auf Eutin und Malente als Mitglieder der Metropolregion liegt.

Die Verwaltungsspitzen sind daher zu dem Ergebnis gekommen, dass durch Eutin und Malente eine interkommunale Interessensbekundung als potentielles Teilprojekt „bedarfsgerechte Wohnqualitäten in der Holsteinischen Schweiz“ auf den Weg gebracht werden soll. Hierbei handelt es sich um eine unverbindliche Bewerbung. Frist zur Abgabe, ursprünglich bis 16.03.2018, wurde verlängert bis zum 06.04.2018.

 

In einem zweistufigen Auswahlverfahren werden die Projekte durch die Metropolregion ausgewählt. Mit einer Interessenbekundung erfolgt eine unverbindliche Bewerbung als potentielles Teilprojekt (1. Stufe). Nach Sichtung der eingegangenen Bewerbungen durch die AG-Siedlungsentwicklung erfolgt die Justierung des Leitprojektes und ggf. die Aufforderung, nunmehr eine verbindliche Bewerbung abzugeben (2. Stufe).

Im Falle der Auswahl zur förmlichen Antragstellung wäre das gesamte Verfahren dann entsprechend zu konkretisieren und die erforderlichen Beschlüsse in den Fachgremien der Selbstverwaltungen von Eutin und Malente einzuholen. Die Aufforderung für eine förmliche Antragstellung an die interessierten Kommunen erfolgt voraussichtlich im III. Quartal 2018, Projektstart wäre dann Mitte 2019.

 

Da eine kooperative, interkommunale Interessensbekundung von Malente und Eutin geeignet ist, bedarfsgerechten Wohnraum in der Holsteinischen Schweiz zu schaffen, ist es gelungen hierfür Unterstützungsunterschriften von Herrn Landrat Rainhard Sager und dem Vorsitzenden der AktivRegion, Herrn Joachim Schmidt, einzuholen.